Unsere Infrastruktur muss ertüchtigt und für die Zukunft fit gemacht werden. Deshalb beginnen am 4. Juli 2026 umfangreiche Baumaßnahmen im Bereich des U-Bahnhofs Berliner Platz. Aufgrund notwendiger brandschutztechnischer Sanierungsarbeiten muss die Station, konkret die U-Bahn-Ebene -2, für acht Wochen bis zum 1. September 2026 vollständig gesperrt werden. Dies ist aus bautechnischen Gründen unumgänglich. Dadurch kommt es auf den Linien U11, U17 und U18 zu Einschränkungen und dem Einsatz von Schienenersatzverkehr (SEV). Die Straßenbahnlinien fahren wie gewohnt.
Die Arbeiten sind ein wichtiger Baustein zur langfristigen Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, werden die Arbeiten vor allem während der Sommerferien und im Mehr-Schicht-Betrieb durchgeführt. „Unser Ziel ist es, die unverzichtbaren Modernisierungsmaßnahmen zügig umzusetzen. Wir haben bautechnologisch alle Durchführungsoptionen intensiv geprüft, um den Zeitraum der Sperrung so gering wie möglich zu halten“, erklärt Björn Rams, Bereichsleitung Infrastruktur und Bauwerke der Ruhrbahn.
Baumaßnahmen bewusst gebündelt
Um unseren Fahrgästen nicht mehrere Einzelsperrungen und mehrfachen Schienenersatzverkehr zuzumuten, führt die Ruhrbahn im selben Zeitraum zusätzlich notwendige Infrastrukturmaßnahmen durch: Parallel zur Brandschutzmodernisierung am Berliner Platz finden Gleisbauarbeiten auf der U11 zwischen Arenbergstraße und Boyer Straße sowie der Austausch des Gleiskreuzes im Bereich der Haltestelle Heißen Kirche auf der U18 statt.
„Uns ist es gelungen, diese Baumaßnahmen in einen Zeitraum zu bündeln und damit mindestens zwei zusätzliche Sperrungen zu vermeiden. So muss der notwendige Schienenersatzverkehr nur einmal eingerichtet werden. Wenngleich wir uns bewusst sind, dass diese Einschränkung erhebliche Auswirkungen für unsere Fahrgäste hat“, erklärt Dr. Anne Maertins, Bereichsleitung Markt und Angebot der Ruhrbahn. „Der bevorstehende Schienenersatzverkehr hat ein außergewöhnliches Ausmaß und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung. Deshalb haben wir die Leistungen europaweit ausgeschrieben und unsere Partnerunternehmen frühzeitig in die Planungen eingebunden. Neben gezielten Schulungen für das Fahrpersonal setzen wir auf ein erweitertes Informationsangebot in den Bussen, um unseren Fahrgästen die Orientierung während der Bauphase zu erleichtern“, erläutert Torben Skuballa, Bereichsleiter Fahrbetrieb der Ruhrbahn.
Weitere Mobilitätsmöglichkeiten während der Bauzeit
Unser Kooperationspartner dott erweitert während der Dauer des Schienenersatzverkehrs (SEV) sein Bediengebiet entlang der betroffenen U-Bahn- bzw. SEV-Haltestellen in Mülheim und in Essen. Dadurch kann jede dieser Haltestellen bequem mit einem E-Scooter erreicht werden. Zusätzlich erhalten Ruhrbahn-Kunden während der Bauzeit auf bis zu 30 Fahrten jeweils 20 % Rabatt bei dott. Hierfür muss in der dott-App der Gutscheincode SEVRUHRBAHN eingegeben werden. Der Code ist vom 4. Juli bis zum 1. September 2026 gültig. Ab August, mit dem sukzessiven weiteren Aufbau des metropolradrurhrsystems, werden dann alle U-Bahn-Haltestellen in Mülheim und Essen verstärkt mit Leihfahrrädern versorgt, so dass die Erreichbarkeit zusätlich verbessert wird. In Essen ist außerdem ab 21 Uhr wie gewohnt der On-Demand-Shuttle Bussi unterwegs und ermöglicht so durchgängige Fahrten in den Abendstunden. Weitere Informationen zu Bussi finden Sie unter: https://bussi.ruhrbahn.de.
Was bedeutet die Sperrung konkret für unsere Fahrgäste?
Der Linienbetrieb der U11 wird komplett eingestellt, so dass zwischen den (H) GE-Buerer Straße und Messe West/Süd-Gruga Busse statt Bahnen (SEV) fahren. Auch die U-Bahn-Linien U17 und U18 sind in Teilabschnitten betroffen. Für die U17 fährt ein SEV zwischen den (H) Essen Hbf und II. Schichtstraße und für die U18 fährt ein SEV zwischen den (H) Mülheim Hbf und Rhein-Ruhr-Zentrum. Die Wege zu den Ersatzhaltestellen sind in unseren Vitrinen und Auf- und Abgängen ausgehangen und auf unserer Informations-Seite hinterlegt Busse statt Bahnen (SEV) für U11, U17 und U18 Die Straßenbahnlinien fahren wie gewohnt.
Wie können sich unsere Fahrgäste informieren?
Die Ruhrbahn hat die über 200 gewerblichen Anrainer am Streckennetz der Stadtbahn zu einer separaten Informationsveranstaltung am 18. Juni 2026 eingeladen. Anrainer, die nicht teilnehmen können, erhalten im Nachgang alle bereitgestellten Informationen. Die Anwohner auf dem Streckenteil Heißen Kirche und Karnaper Straße werden zusätzlich mit einem detaillierten Flyer über Einschränkungen in diesen Bereichen informiert. Alle Informationen zu der umfangreichen Sperrung finden Sie Busse statt Bahnen (SEV) für U11, U17 und U18. Die Abfahrtszeiten des Schienenersatzverkehrs sind über die Ruhrbahn-App ZÄPP abrufbar.
Die Ruhrbahn bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die Einschränkungen. Die Maßnahmen dienen der langfristigen Sicherheit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur. Die Projektbeteiligten setzen alles daran, die Arbeiten termingerecht abzuschließen und die Belastungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
Haltestellen/Ersatzhaltestellen
SEV U11:
(H) Messe West-Süd/Gruga: Die (H) wird aufgehoben. Dafür wird der gleichnamige Steig 2 (Abfahrt) und der Steig 1 (Ankunft) der Buslinie 142 angefahren.
(H) Messe Ost/Gruga: Die (H) wird aufgehoben. Dafür wird die (H) Messe/Gruga der Buslinie 142 auf der Norbertstraße in beiden Fahrtrichtungen angefahren.
(H) Alfredbrücke: Die (H) der Buslinie 142 wird in beiden Richtungen angefahren.
(H) Martinstraße: Die (H) wird aufgehoben. Dafür werden auf der Alfredstraße 75 in Fahrtrichtung Essen Hbf und Alfredstraße 72 in Richtung Gruga jeweils eine Ersatz-(H) eingerichtet.
(H) Rüttenscheider Stern: Die (H) wird aufgehoben. Dafür werden auf der Alfredstraße 45 in Fahrtrichtung Essen Hbf und Alfredstraße 46 in Richtung Gruga jeweils eine Ersatz-(H) eingerichtet.
In Höhe des Museum Folkwang wird in Fahrtrichtung Gruga eine zusätzliche (H) eingerichtet.
(H) Philharmonie: Die (H) wird aufgehoben. Dafür wird in Fahrtrichtung Essen Hbf auf der Huyssenallee die NE-(H) angefahren. In Fahrtrichtung Gruga wird auf der Bismarckstraße 18 eine Ersatz-(H) eingerichtet.
(H) Heßlerstraße wird aufgehoben. Dafür werden die jeweiligen NE-(H) angefahren.
(H) Arenbergstraße wird aufgehoben. Dafür wird in Fahrtrichtung Gelsenkirchen auf der Karnaper Straße 34 und in Gegenrichtung Höhe Hausnummer 25 jeweils eine Ersatz-(H) eingerichtet.
Die (H) Boyer Straße, Alte Landstraße und Fischerstraße werden aufgehoben. Dafür werden die jeweiligen NE-(H) angefahren.
Die (H) Schloß Horst und Buerer Straße werden aufgehoben. Dafür werden die gleichnamigen (H) der Linie 301 im Gleisbereich angefahren.
SEV U11, U17:
(H) Essen Hbf: Der SEV fährt den Steig 10 in Fahrtrichtung Gelsenkirchen und in Gegenrichtung den Steig 8 an.
(H) Hirschlandplatz wird aufgehoben. Dafür wird jeweils die (H) Am Waldthausenpark angefahren.
(H) Berliner Platz wird aufgehoben. Dafür wird der gleichnamige Steig 3 und Steig 4 der Buslinie 166 angefahren.
(H) Universität wird aufgehoben: Dafür werden die jeweiligen NE-(H) angefahren.
(H) Bamlerstraße wird aufgehoben. Dafür wird der gleichnamige Steig 1 und Steig 2 der Linie 196 angefahren.
(H) Bäuminghausstraße wird aufgehoben. Dafür wird auf der Gladbecker Straße 256 in Fahrtrichtung Gelsenkirchen und gegenüberliegend Höhe Hausnummer 267 eine Ersatz-(H) eingerichtet.
(H) Altenessen Bf wird aufgehoben. Dafür wird in Fahrtrichtung Gelsenkirchen auf der Altenessener Straße 208 eine Ersatz-(H) eingerichtet. In Gegenrichtung wird die NE-(H) Steig 2 angefahren.
(H) Kaiser-Wilhelm-Park wird aufgehoben. Dafür werden die jeweiligen NE-(H) angefahren.
(H) Altenessen Mitte wird aufgehoben. Dafür werden die jeweiligen NE-(H) Zeche Carl angefahren.
(H) Karlsplatz wird aufgehoben. Dafür werden die jeweiligen NE-(H) Karlstraße angefahren.
(H) II.Schichtstraße wird aufgehoben. Dafür wird in Fahrtrichtung Gelsenkirchen die NE-(H) angefahren. In Gegenrichtung wird auf der Altenessener Straße Höhe 521 eine Ersatz-(H) eingerichtet.
SEV U18:
Ab (H) Rhein-Ruhr-Zentrum in Fahrtrichtung Mülheim Hauptbahnhof: NE-(H) Rhein-Ruhr-Zentrum Steig 4, NE-(H) Rosendeller Straße Steig 2, Eichbaum Ersatz-(H) hinter der Einmündung Gneisenaustr., Heißen Kirche Steig 6, NE-(H) Mühlenfeld Steig 4, NE-(H) Christianstraße Steig 4, NE-(H) Gracht Steig 4, Oststraße Steig 2 und Mülheim Hauptbahnhof bis Steig 8.
Ab (H) Mülheim Hbf in Fahrtrichtung Rhein-Ruhr-Zentrum: (H) Hbf Nordeingang Steig 2, Mülheim Hauptbahnhof Steig 6, NE-(H) Von-Bock-Straße Steig 3, NE-(H) Gracht Steig 3, NE-(H) Christianstraße Steig 3, NE-(H) Mühlenfeld Steig 3, Heißen Kirche Ersatz-(H) vor der Kirche, Eichbaum Ersatz-(H) vor der Einmündung Gneisenaustraße, Rosendeller Straße Ersatz-(H) unter der A40 Brücke und Rhein-Ruhr-Zentrum bis NE-(H) Steig 4.
NE1:
(H) Arenbergstraße wird aufgehoben. Dafür wird in Fahrtrichtung Gelsenkirchen auf der Karnaper Straße 34 und in Gegenrichtung Höhe Hausnummer 25 jeweils eine Ersatz-(H) eingerichtet. Die (H) II. Schichtstraße in Fahrtrichtung Essen wird aufgehoben. Dafür wird auf der Altenessener Straße Höhe 521 eine Ersatz-(H) eingerichtet.
