Essen stellt ab dem 14. Juni 2026 das Straßenbahnnetz neu auf

Größter Fahrplanwechsel in Essen seit über 10 Jahren

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Juni 2026 setzt die Ruhrbahn die größte Neuordnung des Essener ÖPNV-Angebotes seit 10 Jahren um. Ziel des „Metropolnetz 2026 PLUS“ ist ein einfacheres und zukunftsfähiges Nahverkehrsnetz für das Bediengebiet Essen im ersten Schritt. Nahezu alle Straßenbahnlinien werden neu strukturiert. Und es verändern sich die Abfahrtszeiten der U-Bahnen und der Busse, um ein besser integriertes Angebot zu schaffen. 

Wichtige Ziele in Essen werden so künftig direkter miteinander verbunden. Gleichzeitig schafft die Ruhrbahn bereits heute die Grundlage für zukünftige Angebotsverbesserungen, z.B. die Erschließung neuer Entwicklungsgebiete (Essen 51.), die Integration der Sanierungsprojekte wie Steeler Straße und Haus-Berge-Straße, den barrierefreien Ausbau von Haltestellen und natürlich die Umsetzung der Citybahn im Spätsommer 2026. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Für die drei U-Stadtbahnlinien ändern sich die Abfahrtszeiten.
  • Von acht Straßenbahnlinien erhalten sechs neue Linienwege.
  • Für die Buslinien ändern sich damit auch die Fahrzeiten und Umsteigeverbindungen.
  • Takte und Betriebszeiten bleiben grundsätzlich unverändert, das ÖPNV-Angebot wird in Summe integrierter. 

Warum das Netz neu geordnet wird
Die Neuordnung des Netzes ist eng mit der umfassenden Modernisierung der Infrastruktur verbunden. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Haltestellen barrierefrei ausgebaut und zentrale Streckenabschnitte modernisiert. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Infrastruktur in die Jahre gekommen ist. Dies bedeutet, dass weiter gebaut werden muss und dies zeitweise zu Einschränkungen führen kann. Zum Beispiel nutzt die Ruhrbahn unter anderem die Sommerferien in diesem Jahr für umfangreiche Maßnahmen. Die Informationsveranstaltung dazu wird am 18.06.2026 stattfinden. 

Um diese Neuerungen dann aber in das bestehende Fahrplannetz gut zu integrieren und den Fahrgästen nicht ständig große neue Änderungen zu zumuten, hat sich die Ruhrbahn entschieden jetzt einen großen Fahrplanwechsel vorzunehmen. Das entwickelte Fahrplankonzept für das Bediengebiet Essen, das am 14.06.2026 zur Umsetzung kommt, ist abgestimmt mit dem Bediengebiet der Ruhrbahn in Mülheim. Denn uns ist klar, dass die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger und Fahrgäste nicht an Stadtgrenzen enden. 

Informationskampagne zum Fahrplanwechsel 14. Juni
Die Ruhrbahn startet ab dem 9. Juni 2026 eine intensive Informationskampagne, um ihre Fahrgäste über die Änderungen zu informieren. Dazu wird die Leitbeschilderung an neun Bahnhöfen aktualisiert. Mehr als 5.000 Fahrplanaushänge an über 1.500 Orten im gesamten Stadtgebiet Essen werden ausgetauscht. Das betrifft auch die Aktualisierung von über 1.500 Liniennetzplänen. Außerdem werden über 300 Schienennetz-Aufkleber in den 160 Schienenfahrzeugen aktualisiert. 

Die Qualität unseres ÖPNV-Angebots zeichnet sich auch durch Sicherheit und Sauberkeit aus. Im Zuge des Fahrplanwechsels im Bediengebiet Essen werden 18 unterirdische Bahnhöfe bzw. Haltestellen, die stark durch unsere Fahrgäste frequentiert werden, extra gereinigt. Darunter fallen u.a. der Hauptbahnhof Essen, Rathaus Essen, Berliner Platz, Philharmonie und Altenessen Mitte. Zusätzlich werden an neun oberirdischen Haltestellen, darunter der Altenessener Bahnhof, Kronenberg, Bredeney und Sulterkamp, zusätzliche Reinigungsarbeiten stattfinden.

Versichern können wir den Bürgerinnen und Bürgern und natürlich unseren Fahrgästen, dass wir alles daransetzen, den Fahrplanwechsel am 14.06.2026 gut umzusetzen. Was wir nicht sofort schaffen, arbeiten wir nach. Das ist versprochen. 

„Der umfangreiche Fahrplanwechsel ab dem 14. Juni ist ein großer Kraftakt – sowohl in unserer Planung als auch für unsere Fahrgäste, die sich auf neue Fahrzeiten einstellen müssen. Langfristig gewinnen wir dadurch jedoch eine stabile Grundlage, damit wir künftige Baustellen und Verbesserungen gezielt umsetzen können, ohne bei jeder Maßnahme das gesamte Netz neu zu strukturieren“, erklärt Ruhrbahn-Geschäftsführerin und Sprecherin Dr. Linda Kisabaka. „Unseren Fahrgästen stellen wir in unserer App, auf unserer Website sowie über Aushänge an den Haltestellen und in den KundenCentern umfassende Informationsmöglichkeiten bereit“, so Kisabaka weiter.

Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin der Stadt Essen für Umwelt, Verkehr und Sport: „Trotz der wirklich angespannten Haushaltssituation ist für die Stadt Essen ein attraktiver und funktionsfähiger ÖPNV Rückgrat für die Lebensqualität der Menschen und notwendig und wichtig für die Wirtschaft. Bereits im Jahr 2021 hat der Rat der Stadt mit der Verabschiedung eines neuen Liniennetzes die Grundlage für den nun folgenden großen Fahrplanwechsel gelegt. Hiermit wollen wir bessere Verbindungen und gleichzeitig die Grundlage für weitere Verbesserungen in der Zukunft schaffen.“

Die wichtigsten Veränderungen ab dem 14. Juni im Überblick

Tram-Linie 101: Die Tram-Linie 101 fährt während der Baumaßnahme auf der Haus-Berge-Straße ab Bergeborbeck Bahnhof über Borbeck in die Innenstadt und übernimmt den Linienweg nach Rellinghausen von der Linie 105. Nach Fertigstellung der Haus-Berge-Straße fährt die Tramlinie 101 von Borbeck über die Germaniastraße und Haus-Berge-Straße bis zur (H) Helenenstraße und von dort aus nach Rellinghausen.

Tram-Linie 103: Die Tram-Linie 103 fährt zwischen den (H) Wertstraße und Rathaus Essen auf dem bisherigen Linienweg. Ab Rathaus Essen fährt sie bis Essen-Hauptbahnhof und in der Hauptverkehrszeit weiter bis Bredeney. Die Linie 103 übernimmt damit die so genannten Verstärkerfahrten auf der Südstrecke, die aktuell von der Tramlinie 107 gefahren werden. 

Tram-Linie 104: Der Linienweg der Tram-Linie 104 bleibt unverändert.

Tram-Linie 105: Die Tram-Linie 105 fährt weiterhin auf dem heutigen Linienweg zwischen Frintrop und der (H) Rathaus Essen und ab dort nun weiter bis zur derzeitigen Endhaltestelle Hollestraße. Zukünftig – mit Fertigstellung der Modernisierungsmaßnahme der Steeler Straße – fährt die Tram-Linie 105 nach Steele S. 

Tram-Linie 106: Die Tram-Linie 106 fährt von der (H) Altenessen Bahnhof über Essen-Hauptbahnhof und der oberirdischen Straßenbahnstrecke in Rüttenscheid und Holsterhausen bis zur vorübergehenden Endhaltestelle Helenenstraße. Nach Beendigung der Baumaßnahme auf der Haus-Berge-Straße wird die Linie 106 bis zur (H) Bergeborbeck Bahnhof verlängert.

Tram-Linie 107: Die Tram-Linie 107 ist unverändert zwischen Gelsenkirchen und Essen Hauptbahnhof unterwegs. Ab dem 14. Juni 2026 fährt sie ab dort wieder weiter in Fahrtrichtung Bredeney. Die Tram-Linie 107 ist damit wieder die Stammlinie, die zu allen Zeiten während des TagesNetzes zwischen Gelsenkirchen und Essen-Bredeney fährt – die KulturLinie 107 kehrt zurück. 

Tram-Linie 109: Die Tram-Linie 109 bleibt unverändert zwischen den (H) Frohnhausen Breilsort und (H) Rathaus Essen. Von dort fährt sie bis zur (H) Hollestraße. Zukünftig – mit Fertigstellung der Modernisierungsmaßnahme Steeler Straße – fährt die Tram-Linie 109 wieder nach Steele S. 

Buslinien
Im TagNetz der Ruhrbahn übernehmen neben den 3 U-Stadtbahn- und den 8 Tramlinien über 50 Buslinien die ÖPNV-Bedienung. Täglich ab 23.30 Uhr erfolgt die Umstellung auf das Nacht-Netz mit 16 NachtExpress-Linien und ergänzenden TaxiBus-Linien. Für die meisten Buslinien ändern sich lediglich die Fahrtzeiten und Anschlüsse. 

Weitere Änderungen:

Essen Hbf
An der Bushaltestelle Essen Hbf erfolgt zum 14. Juni 2026 die Rückabwicklung der Verlegung der Bussteige, die seit Januar 2024 wegen der Sperrung der Hollestraße bestanden hat. 

Buslinien 154/155 
Mit dem neuen Fahrplan wird das neue Linienkonzept auf den Linien 154/ 155 über die Straße Eiserne Hand und mit Halt in beiden Fahrtrichtungen an der (H) Evonik Tor 3 umgesetzt. Der E93 (Evonik-Shuttle) wird somit in das neue Fahrplan-Angebot integriert. 

NE11
An der (H) Oberhausen Hbf wurde die Endstelle auf Steig 3 verlegt.

NE12
Die (H) Goldschmidtstraße wird ab de 14. Juni 2026 auf die Engelbertstraße außerhalb vom Gleisbereich verlegt. Die Sperrung auf der Haus-Berge-Straße und die daraus resultierende Umleitung bleiben bestehen.

Hier finden Sie alle Infos zum neuen Straßenbahn-Netz.  

 

 

Ein starkes Netz 2026 PLUS präsentierten (v.l.n.r): Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin der Stadt Essen für Umwelt, Verkehr und Sport, Ruhrbahn-Geschäftsführerin und Sprecherin Dr. Linda Kisabaka, Dr. Anne Maertins (Bereichsleitung Markt & Angebot, Ruhrbahn) und Susanne Köster (Verkehrsplanung Markt & Angebot, Ruhrbahn)

Alles unter: metropolnetz.ruhrbahn.de