Winter? Die Ruhrbahn ist gerüstet

Winterplan gilt vom 1. November bis 31. März

29.11.2018 | 13:56

In den Wintermonaten lassen die Menschen bei widrigen Straßenverhältnissen gerne und häufig das Auto stehen und steigen um auf Bus und Bahn. Bei der Ruhrbahn gibt es einheitlichen Winterplan. Dieser gilt im Regelfall im Zeitraum vom 1. November bis zum 31. März und kann bei besonderen Witterungslagen verlängert oder verkürzt werden. Wie wir uns gerüstet haben,erfahren Sie hier:

Winterfest im Internet
Die Internetseiten der Ruhrbahn laufen auf leistungsstarken Servern, um sämtlichen Anfragen der Internetnutzer standzuhalten. Im Bedarfsfall kommunizieren  die Bereitschaften der Leitstelle und der Unternehmenskommunikation die Seiten mit aktuellen Verkehrsmeldungen.

Im Web direkt bei dem Warndreieck-Symbol (der Verkehrsinfo) unter:

https://www.ruhrbahn.de/essen.html#app1

oder:

https://www.ruhrbahn.de/muelheim.html#app1

Und Twitter:

http://twitter.com/ruhrbahnverkehr


Wer streut und räumt?

Ruhrbahn, Bedienungsgebiet Essen: Die Streupläne werden vom Rat der Stadt beschlossen und decken rund ein Drittel aller Essener Straßenkilometer ab. Darin enthalten sind sämtliche Strecken der Ruhrbahn. Die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) sollen im Auftrag der Stadt die Straßen aus den Streuplänen A und B eis- und schneefrei halten. Alle Linienwege der Ruhrbahn sind im Streuplan A verzeichnet. So soll gewährleistet werden, dass die Fahrwege zügig freigeräumt werden. Die EBE räumt und streut die Bushaltebuchten an den Haltestellen  (Streuplan B), nicht jedoch die Bürgersteige (diese zählen zum Streuplan C, der separat beauftragt wurde).
Den EBE-Winterdienst gibt es ausschließlich in Straßen, die im Winterdienst-Verzeichnis der Stadt Essen stehen. https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/15/SR7_11cneu.pdf

In allen anderen Straßen obliegt der Winterdienst laut Straßenreinigungssatzung den Anwohnern.

Ruhrbahn, Bedienungsgebiet Mülheim:  Auch in Mülheim werden die Streupläne vom Rat der Stadt beschlossen und decken einen Großteil aller Mülheimer Straßen ab. Die MEG sollen im Auftrag der Stadt die Straßen aus den Streuplänen eis- und schneefrei halten. Alle Linienwege der Ruhrbahn sind in diesem verzeichnet. So soll auch hier gewährleistet werden, dass die Fahrwege zügig freigeräumt werden.  Der Winterdienst umfasst vorrangig das Schneeräumen auf Fahrbahnen und Gehwegen, sowie das Bestreuen der Gehwege, von Fußgängerüberwegen und gefährlichen Stellen auf den Fahrbahnen bei Schnee und Eisglätte.
Infos der Stadt Mülheim an der Ruhr gibt es hier:
https://www.muelheim-ruhr.de/cms/strassenreinigung_und_gebuehren1.ht

SchneewachenDamit die Gleise befahrbar bleiben und die Oberleitungen eisfrei, werden in Essen und Mülheim durch die Ruhrbahn so genannte Schneewachen gefahren. Und das geht so: Mehrere Straßenbahnen werden die ganze Nacht im Streckennetz unterwegs sein und die Fahrleitungen eisfrei halten sowie die Weichen und Gleise von der Schneedecke befreien. In Essen sind es vier Straßenbahnen und eine U-Bahn, in Mülheim zwei Straßenbahnen. In beiden Bedienungsgebieten werden die Dächer der Busse vor ihrer Ausfahrt ins Streckennetz von Schnee befreit.

Ca. 800 Tonnen Streusalz hält die Ruhrbahn vor. Wird mehr benötigt kann zusätzliches Salz unter anderem bei der EBE und der MEG geladen werden.

4 Streufahrzeuge schaffen den Schnee von den Betriebshöfen in Essen und Mülheim an der Ruhr und befreien festgefahrene Fahrzeuge der Ruhrbahn.

Notfahrplan für Essen
Bei Schneefällen um 10 cm und mehr soll der Linienverkehr in Essen weiter aufrecht erhalten  werden. Die so genannten Notfahrpläne werden sich auf die „bekannten“ Buslinien im Essener Süden konzentrieren und weichen auch nur dann vom regulären Fahrplan ab, wenn es die Witterungsverhältnisse erfordern. Routen würden so geändert werden, dass das Fahrpersonal anhand dieser Pläne die Linienwege anpassen und die Endstellen erreichen kann. So fallen dann zwar Haltestellen aus, dennoch kann der Bus Teilbereiche seiner Linie bedienen und fällt nicht komplett aus. Notfahrpläne gibt es für diese Buslinien: 141/ 142/ 145/ 146/ 155/ 180/190.

U-Bahnhöfe und Haltestellen
Die Ruhrbahn hat Dienstleistungsverträge mit einigen Unternehmen, die im Bedarfsfall ausrücken und die Zugänge zu Bahnhöfen und Haltestellen, bei denen eine Räumpflicht besteht, vom Schnee zu befreien. Die außenliegenden Rolltreppen in den Bahnhöfen sind alle mit Heizungen ausgestattet – dennoch: permanente Feuchtigkeit kann auch hier die sensible Elektronik beeinträchtigen.

Winterreifen!
Im Gegensatz zu Pkw müssen schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkw) nur auf den Antriebsachsen Winterreifen aufziehen. In Pkw-Reifen wird ein hoher Anteil an Kieselsäure verarbeitet, während in Nutzfahrzeugreifen der Naturkautschukanteil deutlich höher ist. Diese Reifen haben damit bessere Haftungseigenschaften.

Wintersymbol plus Profiltiefe
Jörg Walter, Abteilungsleiter Kfz/KOM-Fahrzeuge: „Für die Sicherheit unserer Fahrgäste gehen wir über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Wir fahren mit unseren Bussen komplett an allen Achsen mit Reifen, die mit dem geschützten Wintersymbol 3PMSF (3 Peak Mountain Snow Flake) gekennzeichnet sind; mit dem Schneeflockensymbol. Zudem wechseln wir in unseren Buswerkstätten für den Winter alle Reifen schon bei vier bis fünf Millimeter Profiltiefe aus und nicht erst bei 1,6 Millimeter, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dadurch ist im Rahmen der technischen Möglichkeiten  bestmögliche Bodenhaftung und größte Sicherheitsreserve gegeben.“

Der menschliche Faktor
Torben Skuballa, Leiter Fahrbetrieb, betont: „Gutes Reifenmaterial ist wichtig. Am wichtigsten ist nach wie vor allerdings der Mensch am Steuer. Trotz der 3PMSF  Bereifung liegt die letzte Entscheidung immer bei unseren Fahrerinnen und Fahrern. Sie tragen die Verantwortung für die Fahrgäste und den Bus. Wenn ein Busfahrer auf eisglatter oder schneebedeckter Straße entscheidet, den Berg komme ich nicht hoch, oder ich laufe Gefahr meine Fahrgäste zu gefährden, dann darf und muss er stehen bleiben.“

Auf der Schiene
„Bei langanhaltenden Minustemperaturen und viel Schneefall ist geplant, in allen zwei Bedienungsgebieten Schneewachen zu fahren. Das heißt, mehrere Straßenbahnen werden dann die ganze Nacht im Streckennetz unterwegs sein und die Fahrleitungen eisfrei halten sowie die Weichen und Gleise von der Schneedecke befreien“, so Klaus Trockel vom Betriebsleitermanagement. In über 80 Prozent aller Weichen im Essener und Mülheimer Stadtgebiet sind Weichenheizungen verbaut, trotzdem können Weichen im Winter wegen defekter Steuerungen ausfallen. Denn Split und Salz  sind gut für eisfreie Straßen, aber Gift für Motoren und elektrische Bauteile.

Weichen
Alle Weichen im Stadtgebiet an der Oberfläche sind beheizt.  Im Tunnel macht das keinen Sinn, denn da haben wir ja keinen Schnee und kein Eis.

Und wenn es schneit erhalten Sie, wie oben beschrieben: Alle Infos auf ruhrbahn.de und twitter.com