Vorsicht an „Gefährlichen Haltestellen“

Polizei und MVG raten zu besonderer Vorsicht

11.12.2014 | 13:55

Vor allem an Bushaltestellen sind Kinder und Passanten immer wieder einer besonderen Gefährdung durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgesetzt. Diese Gefahr steigt, wenn Fahrzeugführer sich nicht an geltendes Recht halten. Die Straßenverkehrsordnung schützt die ein- und aussteigenden Fahrgäste von Linienbussen in besonderem Maße.

Überholverbot
Gemäß der Straßenverkehrsordnung (§ 20 StVO) ist es verboten, einen Linien- oder Schulbus zu überholen, der sich mit eingeschalteter Warnblinkanlage einer Haltestelle nähert. Ist der Bus zum Stehen gekommen, darf man an diesem nur mit Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7km/h) und einem solchen Abstand vorbeifahren, so dass eine Gefährdung bzw. Behinderung von Fahrgästen ausgeschlossen ist. Diese Regelung gilt auch für den Gegenverkehr! Dem Busfahrer signalisieren kleine rote Dreiecke an den Haltestellenschildern, dass er das Warnblinklicht einschalten muss. Dann ist für alle Verkehrsteilnehmer in höchstem Maße Vorsicht geboten.

Ferner ist den Omnibussen des Linienverkehrs und Schulbussen das Abfahren von  Haltestellen zu ermöglichen. Wenn nötig, müssen andere Fahrzeuge warten.

Seitens der Polizei wurden bereits Kontrollen in den Stadtgebieten Essen und Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Innerhalb einer Woche konnten 37 Verstöße festgestellt werden.

Halltestellenliste für Mülheim a.d.R. (§16 und §20 StVO)
An folgenden gefährlichen Haltestellen gilt das Warnblinkgebot für Busse und Schulbusse. An diesen Haltestellen darf sowohl in Fahrtrichtung als auch im Gegenverkehr nur vorsichtig vorbeigefahren werden