Unternehmensergebnis verbessert

Ruhrbahn blickt für Mülheim an der Ruhr auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück

28.08.2020 | 15:29

Die Ruhrbahn hat ihr drittes Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Als größtes Verkehrsunternehmen im Ruhrgebiet sorgte das Unternehmen 2019 für die Mobilität von rund 140 Millionen Fahrgästen, davon entfielen rund 25,5 Millionen auf Mülheim an der Ruhr.

Steigende Fahrgastzahlen, höhere Fahrgeldeinnahmen und ein besseres Unternehmensergebnis als geplant – das bestätigt die Bilanz des Geschäftsjahres 2019. Dafür haben sich die Ruhrbahnerinnen und Ruhrbahner erfolgreich eingesetzt.

Die Geschäftsentwicklung 2019

Der positive Jahresverlauf der Ruhrbahn für Mülheim zeigt sich auch im Jahresergebnis, welches besser ist als das Vorjahr 2018 und sogar besser als der Planansatz für 2019.

„Wir haben die für Mülheim gesetzten Finanzziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. So wurde der kommunale Deckungsbeitrag um rund 1,9 Millionen Euro bzw. 5,6 Prozent gegenüber dem Planansatz verbessert bzw. entlastet; er liegt damit bei 31,8 Millionen Euro. Das ist ebenfalls eine Folge der aktiven Marktbearbeitung wie auch der strikten Kostensenkung“, erklären Uwe Bonan und Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn.

So steigerte die Ruhrbahn die Verkehrsleistung von 5,5 Millionen auf 5,6 Millionen Zug- bzw. Bus-Kilometer und sorgte damit insgesamt für ein attraktiveres Angebot für ihre Fahrgäste. Dieses lässt sich auch in den Fahrgastzahlen ablesen, die sich ebenfalls um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhten.    

Gleichzeitig konnten somit die Verkehrserträge im abgelaufenen Jahr von 25,5 Millionen Euro auf 26,2 Millionen Euro gesteigert werden; dies entspricht einem Plus von 2,7 Prozent.

Die Ruhrbahn ist gut aufgestellt:

Direktvergabe
Die Ruhrbahn hat im Jahr 2019 die Direktvergabe erhalten. Über eine Laufzeit von 22,5 Jahren bietet die Direktvergabe große Chancen. Gleichzeitig verpflichtet sie das Unternehmen aber auch, die gesetzten wirtschaftlichen und qualitativen Ziele nachhaltig zu erreichen.

Digitalisierung
Auch die Digitalisierung schreitet bei der Ruhrbahn weiter voran: Die Umsätze mit der App ZÄPP wurden in Mülheim mehr als verdreifacht – in Essen und Mülheim nutzen mittlerweile rund 120.000 Menschen die ZÄPP. Seit Mitte des Jahres 2019 ist die Abobestellung komplett digital möglich; bereits 30 Prozent der Neuabschlüsse erfolgen online.

Um auch zukünftig das Thema Digitalisierung des ÖPNV voranzutreiben, entwickelt die Ruhrbahn ihr Gesamtkonzept „Digitalisierung des ÖPNV und Verknüpfung ergänzender Angebote zur Verringerung von individuellen Autofahrten“ weiter. Für die Teilbausteine, wie z.B. Smart Data, Mobilitätsassistent ZÄPP sowie digitale Fahrgastinformation, hat die Ruhrbahn beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Förderanträge gestellt und Zusagen bereits erhalten.

Modernisierung Fahrzeugflotte
Schon heute besitzt die Ruhrbahn die abgasärmste Flotte im Revier. Nach beendeter Umrüstung weist die Mülheimer Busflotte 44 Busse mit dem höchsten am Markt verfügbaren Diesel-Umweltstandard, der umweltfreundlichen Euro 6d Norm, aus. Im Mülheimer Regelfahrbetrieb setzt die Ruhrbahn damit zu 100 Prozent Busse mit der höchsten Umweltnorm ein. Die Citaro Hybridbusse sind dabei für die Ruhrbahn eine alternative, aktuell umweltfreundliche und wirtschaftlich richtige Zwischenlösung.

Alternative Antriebe
Die Ruhrbahn stellt gerade die Weichen für den künftig flächendeckenden Einsatz alternativer Antriebstechnologien. So testete sie 2019 beispielsweise den Elektrobus Irizar ie-tram. Ihre Grundsatzentscheidung bei der zukünftigen Fahrzeugstrategie hat die Ruhrbahn 2019 vorbereitet: „Für uns sind derzeit Brennstoffzellenfahrzeuge aus ökologischer und ökonomischer Sicht der richtige Ansatz. Diese könnten ab 2024 nach Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen in Mülheim an der Ruhr zum Einsatz kommen“, so Uwe Bonan und Michael Feller.

Stadtbahnwagen
Die Ruhrbahn hat im Mai 2019 die Herstellung von insgesamt 51 Stadtbahnwagen – davon sieben für Mülheim – ausgeschrieben, die mit Auslieferung im Jahr 2024 die zum Teil bereits über 40 Jahre alten Fahrzeuge ersetzen sollen. Diese Neuinvestition beläuft sich insgesamt auf ein Volumen von ca. 150 Millionen Euro. Davon entfallen ca. 25 Millionen Euro auf die sieben Mülheimer Stadtbahnwagen.

Die Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolges
„Die Leistungen der Ruhrbahn basieren im Wesentlichen auf dem Engagement unserer Mitar­beiter. Deren fachliche Kompetenz, verbunden mit hoher Kundenorientierung, zeichnet unsere Belegschaft aus. Dazu sind die Kollegen nicht selten und ganz nebenbei Helden des Alltags“, so die beiden Ruhrbahn Geschäftsführer. 2019 hat die Geschäftsführung 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre besonderen Einsätze belobigt – dies sind nur die guten Taten, die bekannt sind. Häufig sind die Mitarbeitenden bescheiden und machen kein großes Aufheben, aber das ist nicht selbstverständlich: Sie leisten Erste Hilfe, zeigen resolute Zivilcourage für Menschen in Not und beweisen tagtäglich ein Höchstmaß an Kundenfreundlichkeit.

Ausblick
Mehr denn je muss die Ruhrbahn in Zeiten von Corona die Menschen davon überzeugen, dass sie in ihren Fahrzeugen sicher aufgehoben sind. Gleichzeitig sind Klimaschutz und Verkehrswende nicht abgesagt, sondern werden auch weiterhin unvermindert vorangetrieben.

Uwe Bonan und Michael Feller versichern: „Der ÖPNV ist auch in Corona-Zeiten sicher, wenn die geltenden Regeln beachtet werden. Wir sind sauber unterwegs! In der ‚Corona-Tief-Phase‘ sind unsere Fahrgastzahlen bis auf 20 Prozent gesunken. Mittlerweile haben wir in Mülheim an der Ruhr wieder rund 80 Prozent erreicht. Das macht deutlich, dass die ergriffenen Maßnahmen der Ruhrbahn greifen und dass wir das Vertrauen der Kunden gerade wieder zurückgewinnen.“