Investition in die Sicherheit

MVG stattet alle Fahrzeuge mit Videogeräten aus

12.07.2010 | 11:55

Die Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) stattet Bus und Bahn mit Videokameras aus. Kamera-Augen können mögliche Straftäter und Randalierer abschrecken. Sollte dennoch etwas passieren, sind über die Aufzeichnungen schnellere Fahndungserfolge möglich. Aktuell sind bereits 20 von 47 Bussen mit Videogeräten ausgestattet. –Bis Ende August/September soll die gesamte Busflotte mit Video-Schutzanlagen ausgerüstet sein–, betont Klaus-Peter Wandelenus, Geschäftsführer der MVG. Zukünftig werden in Solobussen 4 und in Gelenkbussen 6 Kameras für zusätzliche Sicherheit der Fahrgäste sorgen.

Auch die Straßenbahnen werden entsprechend aufgerüstet. Allerdings gestaltet sich dort die Aufrüstung schwieriger, weil die Bahnen teilweise 25 bis 30 Jahre alt sind und der technische Aufwand für den Umbau enorm ist. Um ein solches System von sechs bis acht Kameras pro Wagen einzubauen, muss eine Bahn für etwa zwei Wochen in die Werkstatt und fehlt dadurch im täglichen Betrieb. Daher montieren die Werkstattmitarbeiter erst die Videoanlagen, wenn die Bahn ohnehin wegen größerer Reparaturen oder Inspektionen in der Betriebswerkstatt ist. Die noch fehlenden Straßen- und U-Bahnen werden größtenteils in den Sommerferien mit Kameras ausgestattet, so dass nahezu alle Fahrzeuge zum Beispiel auf der Gemeinschaftslinie U18 mit Videoschutz ausgerüstet.

Alle Aufzeichnungen aus Bussen und Bahnen überschreiben sich nach 48 Stunden automatisch, es sei denn das Fahrpersonal hat die Alarmaufzeichnung aktiviert. Bei Aktivierung sichert das System 15 Minuten Bildmaterial aller Kameras vor und nach dem Knopfdruck. Die Beschaffung der Videoschutzanlage hat ca. 260.000 Euro gekostet. Die Bezuschussung für die Lieferung beträgt 216.000 Euro.