ZOB Kupferdreh kommt

Spatenstich ist der 17. Oktober 2017

17.10.2017 | 15:18

Spatenstich für den neuen ZOB in Kupferdreh. V.l.n.r : Heinz-Jürgen Böcker, 2. stellvertretender Bezirksbürgermeister, Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn GmbH, Hans-Jürgen Best, Planungsdezernent, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Co-Dezernent Umwelt und Bauen, Dieter Schmitz und Rainer Wienke vom Amt für Straßen und Verkehr.

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Kupferdreh kommt. Zwischen den beiden Brückenbauwerken der Deutschen Bahn (der S9-Bahn-Station) und der A44 (ehemals B227) entsteht der neue ZOB. Die Stadt Essen und die Ruhrbahn GmbH haben bereits am 18. September mit der Baumaßnahme begonnen; der Spatenstich ist ab dem 17. Oktober 2017: „Kupferdreh hat schon jetzt durch die bisher erfolgten Baußmaßnahmen spürbar an Lebensqualität gewonnen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Das können wir noch weiter steigen, wenn der neue Omnibusbahnhof erst einmal fertig ist. Denn auch der Nahverkehr insgesamt profitiert von den besseren Verknüpfungen zwischen Bus und Bahn, die hier entstehen. Dem Bauvorhaben wünsche ich einen reibungslosen und unfallfreien Verlauf.“

Insgesamt müssen rund 10.000 m³ Erde ausgehoben und 5 km Rohre verlegt werden. Für die Fahrgäste wird sich während der Bauphase nichts ändern, da alle Maßnahmen während des laufenden Betriebes stattfinden.
„Mit dem Bau des ZOBs hier in Kupferdreh erreichen wir einerseits eine Komfortverbesserung für unsere Fahrgäste und andererseits entlasten wir die Anwohner direkt am Markplatz, weil unsere Busse mit Fertigstellung des ZOBs, eine neue Route fahren,“ freut sich Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn GmbH.

5 Bussteige und Stellplatz für ca. 180 Fahrräder
In der Nähe des Kupferdreher Marktes entsteht in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen ein völlig neuer Blickfang: die Ruhrbahn errichtet eine rund 400 m² große Immobilie. Das Gebäude besteht aus zwei massiv gebauten Kopfbauwerken und einer zwischenlagernden zur Seite offenen Fahrradüberdachung. Darin eingefasst wird eine ca. 325 m² umfassende Fahrradstation sein, die von der Neuen Arbeit der Diakonie betrieben wird. Die Kapazität der Stellfläche ist für ca. 180 Räder optimiert; eine Fahrradwerkstatt findet dort ebenfalls ihren Platz. Für die Ruhrbahn entsteht ein 75 m² großer Fahreraufenthaltsraum, für die Busse fünf Bahnsteige, die einen barrierefreien Ein- und Ausstieg gewähren und ein Pausenplatz sowie zwei sogenannte „Kiss&Bye“ Parkplätze rahmen das Gebäude ein.

Neues Umfeld und Deilbachtal
„Durch diese Neugestaltung öffnen wir den Kupferdreher Marktplatz enorm“, sagt Projektleiter Heiko Raffel von der Ruhrbahn und fährt fort: „Zukünftig werden die Busse von der Kupferdreher Straße kommend über die Poststraße geleitet und schließlich den ZOB anfahren. Die Öffnung entsteht dadurch, dass keine Busse direkt am Markt stehen und ihn einrahmen, sondern wir rund 30 Meter weiter am ZOB stehen, als direkten Umstiegspunkt zur DB. Die Marktbesucher als auch die Anwohner werden auch entlastet, weil die Busse nicht mehr die Hofstraße nutzen müssen. Gleichwohl verlassen die Busse den ZOB aber über die Bahnstraße“.

Die Stadt Essen legt zum einen den Deilbach frei und baut ihn naturnah aus. Der Verkehrsverknüpfungspunkt Kupferdreh des Stadtteilzentrums endet mit der Marktplatzerweiterung in der Hofstraße, der Herrichtung des P+R-Parkplatzes Süd und der Freianlagen unter den Brückenbauwerken sowie dem Bau einer neuen Brücke über den Deilbach zur Prinz-Friedrich-Straße. Damit wird der Zugang zum Baldeneysee kompletiert.

Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 4,1 Millionen Euro; der Anteil der Ruhrbahn GmbH liegt bei 1.3 Millionen Euro. Die Stadt Essen und Ruhrbahn erhalten über den VRR Zuwendungen, nach §12 ÖPNVG NRW, in Höhe von 1.983.500 Millionen Euro.