Videoschutz Steeler Verkehrsplatz

Kameras sind nicht auf den allgemeinen Verkehrsraum ausgerichtet

06.01.2016 | 16:50

Aufgrund der aktuellen Medienresonanz, möchte die EVAG im Sinne des Sicherheitsempfindens aller Fahrgäste folgende Details zum Thema Videoschutzsystem bei der EVAG richtigstellen.

Aus Sicht der EVAG ist es technisch ausgeschlossen, dass eine Videoaufzeichnung einer der 14 Kameras am Verkehrsplatz Steele zur Aufklärung des tragischen Unfalls hätte beitragen können, da sich der Unfall auf der Straße ereignet hat und damit in einem Bereich, in dem die EVAG auf Grund datenschutzrechtlicher Bestimmungen keine Videoüberwachung durchführt. Die Screenshots der Erfassungsbereiche zeigen, dass nur der unmittelbar für den Nahverkehrsbetrieb relevante Raum - wie Bahnsteige und Haltepunkte der Busse und Bahnen - überwacht wird. Das Foto vom Unfallort auf derwesten.de verdeutlicht, dass der Unfallwagen weit außerhalb dieses Erfassungsbereiches zu stehen kam.

Richtig ist ferner, dass Videoaufzeichnungen auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen unverzüglich zu löschen sind, wenn sie zur Zweckerreichung nicht mehr erforderlich sind. Die EVAG hat eine Löschfrist von 72 Stunden definiert. Auf Bahnsteigen und im U-Bahnbereich der EVAG sind zurzeit 530 Kameras installiert. Diese Videokameras dürfen ausdrücklich nur den Haltestellenbereich filmen und nicht den öffentlichen Bereich, wie zum Beispiel den Straßenraum und Bürgersteige.  Auf Anfrage der Polizei können diese Videoaufzeichnungen durch ausschließlich vier Mitarbeiter incl. Stellvertreter bei der EVAG innerhalb von 72 Stunden gesichtet und ggf. als Beweise an die Polizei ausgehändigt werden. Dieses Vorgehen hat in der Vergangenheit immer wieder zu Fahndungserfolgen der Polizei geführt.

Der Verkehrsplatz Steele und die Haltestelle Zollverein befinden sich derzeit in der technischen Aufrüstung. Die dort verbauten Kameras sind aktuell noch provisorisch mit einem anderen Server verbunden mit eingeschränkten Zugriffsmöglichkeiten. Das genannte Provisorium wird bis Mitte Februar aufgelöst und dann sind auch diese 14 Kameras auf einem gemeinsamen Server mit den anderen 530 Kameras.