Tschüss Modellstadt. Hallo Zukunft!

Am 30.06.2021 endet die Modellstadt Essen

29.06.2021 | 14:16

Die Stadt Essen gehörte zu den fünf ausgewählten Modellstädten, denen der Bund eine Förderung in Höhe von insgesamt 130 Millionen Euro aus seinem Programm „Saubere Luft“ zur Verfügung gestellt hat. Nach zweieinhalb Jahren endet nun am 30.06.2021 das offizielle Modellstadt-Projekt. Die Ruhrbahn blickt – trotz der Coronakrise – zuversichtlich in die Zukunft und hat neben vielen anderen Themen den Klimaschutz auch zukünftig im Fokus.

Eine ausführliche Bilanz wird die Ruhrbahn gemeinsam mit der Stadt Essen im September ziehen; dann sind Umfrageergebnisse sowie Zahlen und Fakten zur Modellstadt Essen ausgewertet. „An dieser Stelle möchte ich schon jetzt ein großes Dankeschön an den Bund los werden“, erklärt Projektleiter Georg Grindau. „Durch das finanzielle Engagement des Bundes konnten wir viele Menschen zu einem Umstieg vom Auto auf den ÖPNV bewegen – und das war ja das erklärte Ziel der Modellstadt. Wir haben die Ticketverkäufe angekurbelt und die Takte verdichtet, zum Teil auf einen 5-Minuten-Takt.“

Zum Hintergrund: Im Juni 2019 wurden im Rahmen der Modellstadt sieben Linien verstärkt, zu bestimmten Zeiten wurde ein 5- bzw. 10-Minuten-Takt eingeführt. Sage und schreibe 29 Stadtteile profitierten von dem verbesserten Angebot der Ruhrbahn. Zwei Linien (170 und SB 15), bei denen sich die Taktverdichtung nicht ganz bewährt hat, wurden ab Januar 2021 angepasst. Die bestehenden, verbesserten Takte der anderen Linien werden jedoch bis Ende des Jahres – und ggf. darüber hinaus – weitergefahren.

Guter Nahverkehr für den Klimaschutz
Um das Ziel der Stadt Essen, einen Modal Split von jeweils 25 Prozent bis zum Jahr 2035 zu erreichen, ist ein starker ÖPNV und ein guter Mobilitätsmix nötig. Ganz bewusst entscheiden sich inzwischen viele Fahrgäste dafür, das Auto stehen zu lassen und stattdessen Bus und Bahn zu fahren. Einen starken Anreiz zur Nutzung des ÖPNV hat die Ruhrbahn u.a. durch die vergünstigten Tickets geschaffen: AboTickets und das flexiblere 30-TagesTicket zum halben Preis wurden von den Kund*innen gut angenommen. Wichtig für Fahrgäste sind außerdem ein gut ausgebautes Netz und ein dichter Takt. Der einfache und komfortable Wechsel zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln spielt ebenfalls eine Rolle: Mit der Straßenbahn in die Innenstadt, mit dem CarSharing-Auto zum Einkaufen, mit dem Leihfahrrad einen Ausflug machen. Oder mit dem eigenen Fahrrad zur Haltestelle fahren, es sicher in der Radbox abstellen und mit dem Bus weiter ans Ziel. Am Wochenende fährt man mit dem On-Demand-Shuttle Bussi umweltfreundlich und sicher nach Hause.