Tarife von VRR und VGN werden zusammengeführt

Gesamtverbundraum nun mit fünf Preisstufen

21.12.2011 | 09:01

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erstreckt sich ab dem 1. Januar 2012 vom östlichen Ruhrgebiet bis zum Niederrhein. Möglich macht dies der Zusammenschluss von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN). Rund 8,1 Millionen Einwohner im 7.345 Quadratkilometer großen VRR-Raum können dann das gemeinschaftliche Nahverkehrsangebot nutzen. Der Gesamtverbundraum wird ab Anfang Januar in fünf Preisstufen gegliedert. 

Was sich nicht ändert – Preisstufen: Die alten Preisstufen A1 und A2 (Fahrten innerhalb einer Stadt), B (eigene Stadt plus Nachbarstädte) und C (zwei nebeneinander liegende Städte plus Nachbarstädte) bleiben unverändert. 

Was sich ändert – Preisstufen: Die bisherige Preisstufe D gliedert sich ab Januar 2012 in D Nord (Alt VGN) und D Süd (Alt VRR) auf. Für die verbundweite Gültigkeit wird die Preisstufe E ins Leben gerufen. Die alten VGN-Preisstufen 1 bis 4 werden durch die neuen VRR-Preisstufen A bis E ersetzt. 

ZusatzTicket: Ebenfalls neu ist die Einführung eines zweiten ZusatzTickets. Mit dem günstigen ZusatzTicket 1 können Monatskarten und Abos der Preisstufe A1 / A2 im jeweiligen Geltungsbereich um eine Fahrt in eine direkte Nachbarstadt erweitert werden. Das neue ZusatzTicket 2 gilt für alle übrigen Erweiterungen des Geltungsbereichs bis in die Preisstufe E sowie für die Erweiterung auf 1. Klasse DB und Fahrradmitnahme. 

Wichtig: Die ZusatzTickets gelten weiterhin je Person und Fahrt! Die alten VRR-ZusatzTickets können bis zum 31. März 2012 als ZusatzTicket 1 oder ZusatzTicket2 genutzt werden. 

Ticket-Gültigkeit: Die ehemaligen VRR-Tickets können bis zum 31. März 2012 abgefahren werden oder bis Ende 2014 gegen neue Tickets (ggf. Zuzahlung des Differenzbetrags) umgetauscht werden. Für die VGN-Bartickets gilt: Diese sind ab dem 1. Januar 2012 ungültig, können aber auch für eine Übergangszeit von drei Monaten im ehemaligen VGN-Geltungsbereich abgefahren werden. 

VGN-Produkte: Im Laufe der Jahre waren unterschiedliche Produkte im VGN erhältlich. Einige dieser Tickets werden noch übergangsweise Bestand haben. Die 7-Tage-Karte in den Preisstufen A1 und B, die Schnäppchenkarte (ab 9 bis 13 Uhr gültig) in der Preisstufe A und die Monatskarte und das Abonnement im Ausbildungsverkehr in den Preisstufen A1 bis D zum Beispiel. 

Chipkarten: VRR-Kunden, die eine Chipkarte nutzen, sind nur teilweise von den Neuerungen betroffen. Beim Ticket2000 oder YoungTicketPLUS ist die bisherige verbundweite Gültigkeit in allen Preisstufen abends und am Wochenende neu definiert. Sie gilt entweder für die Region D Süd oder die Region D Nord.

Auch Inhaber des BärenTickets haben zukünftig die Wahl zwischen D-Nord oder D-Süd! 

Zusätzlich können die Senioren durch Zukauf der Preisstufe E auch den gesamten Verbundraum nutzen. Gleiches gilt für das SchokoTicket. Für die Ausweitung auf VRR- und VGN-Raum müssen allerdings auch die bislang vom Eigenanteil befreiten Kunden für diese Wahlleistung den gleichen Aufpreis in Höhe von 15 Euro wie die selbstzahlenden SchokoTicket-Kunden entrichten. 

Wahlmöglichkeit der Tarifgebiete: Die Verkehrsunternehmen der DVG, EVAG und der MVG haben ihre Abo-Kunden der Region D Süd zugeordnet. Abo-Kunden, die eine Wahlmöglichkeit zwischen den Regionen haben, werden zusätzlich per Anschreiben informiert. Für eine Änderung der Geltungsbereichserweiterung auf D Nord oder eine Erweiterung auf die Preisstufe E, stehen die jeweiligen KundenCenter zur Verfügung.

Ticketpreise: Zum 1. Januar 2012 erhöht der VRR die Ticketpreise um durchschnittlich 3,9 Prozent. Alle Tickets, die nach dem 1. Januar 2011 gekauft wurden, können bis zum 31. März 2012 genutzt oder in den EVAG KundenCentern erstattet werden.

Gegen Zahlung des Differenzbetrages wird dort kostenlos bis zum 31. Dezember 2014 das alte Ticket gegen ein aktuelles Ticket ausgetauscht. Der Ticketumtausch kann nur in den EVAG-KundenCentern vorgenommen werden.