Schwarzfahrer? Nein danke!

EVAG weitet Testbetrieb der elektronischen Ticketkontrolle aus

24.09.2010 | 10:00

Die Essener Verkehrs-AG (EVAG) testet ab Montag den 27. September 2010 das Einstiegs-Kontroll-System (EKS) auch auf der Buslinie 170. Damit sind insgesamt drei Buslinien – nämlich die Linien 142, 170 und 185 im Einsatz, die mit dem elektronischen Prüfgerät ausgestattet sind.

EKS soll die Schwarzfahrerquote verringern, indem es ungültige Chipkarten erkennt. Denn ob eine Chipkarte gültig ist, können die Fahrerinnen und Fahrer auf den ersten Blick nicht feststellen. „Mit dem neuen System wollen wir den missbräuchlichen Einsatz der Chipkarten eindämmen und damit mehr Gerechtigkeit gegenüber Fahrgästen schaffen, die für ihre gültige Fahrkarte bezahlen“, erklärt José Luis Castrillo, Leiter EVAG-Kundenmanagement.

Die elektronische Ticketkontrolle gilt für alle Chipkarten der Abo-Tickets: Ticket1000, Ticket2000, FirmenTicket, BärenTicket, SchokoTicket YoungTicketPlus im Abo, ticket2print sowie für die Studierenden-Ausweise der Universität Duisburg-Essen. Inhaber dieser Tickets steigen weiterhin wie alle Fahrgäste vorne in den Bus ein. Allerdings zeigen sie ihre Chipkarte nicht mehr dem Fahrer, sondern halten sie vor ein Prüfgerät, das sich vorne links im Einstiegsbereich befindet. Der Prüfvorgang dauert nicht einmal eine Sekunde.

Dahinter steckt ein bewährtes System, denn die Angaben auf dem Chip werden mit einer Liste aller gesperrten Tickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) abgeglichen. Diese Liste wird tagesaktuell zu Betriebsbeginn in das im Bus installierte Prüfsystem aufgespielt. Auch die räumliche und zeitliche Gültigkeit wird überprüft. Alle anderen Fahrscheine – wie EinzelTicket, 4erTicket, TagesTicket sowie MonatsTicket – müssen beim Einsteigen weiterhin dem Busfahrer vorgezeigt werden.

Bereits im Februar 2010 hat die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG), die seit Juli 2010 Partner in der gemeinsamen Verkehrsgesellschaft Via ist, die elektronische Ticketkontrolle flächendeckend eingeführt. Mit Erfolg, denn innerhalb von zehn Wochen konnte die DVG mehr als 600 ungültige Abo-Tickets einziehen. „In Duisburg haben wir mit dem EKS Maßstäbe gesetzt – auch für andere Verkehrsunternehmen. Die EVAG und die Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) haben im Rahmen der Via-Gründung die Einführung bei der DVG mit Spannung verfolgt“, macht Castrillo deutlich.