Ruhrbahn baut neue Betriebswerkstatt

Moderne Arbeitsplätze für rund 30 Mitarbeiter

05.02.2018 | 15:17

Mit dem Abriss wird das Feld für den Neubau der Betriebswerkstatt frei.

Freuen sich auf den Baustart: Martin Dreps, Ralf Richter, Michael Feller, Hermann Dumke und Siegmund Fischotter (v.l.n.r.)

Die Ruhrbahn nimmt weiter Fahrt auf und beginnt mit den vorbereitenden Arbeiten zum Bau einer neuen, modernen Betriebswerkstatt auf dem Betriebshof Stadtmitte an der Beuststraße. Am 5. Februar 2018 wird das Gebäude in dem sich zuletzt die Werkstatt Vertriebssysteme befunden hat abgerissen. Damit wird das Feld für den Neubau freigemacht. Pünktlich zur Auslieferung der neuen Niederflurbahnen ab 2022 soll die neue Werkstatt in Betrieb sein. 

„Neben der Modernisierung unserer Fahrzeugflotte müssen wir weiter in unsere technische Infrastruktur investieren. Diese ist mit im Schnitt fünfzig Jahren veraltet und macht eine Sanierung dringend notwendig. Der Neubau der Betriebswerkstatt im Betriebshof Stadtmitte ist daher ein wichtiger Meilenstein für die Ruhrbahn und Teil der Neuordnung unseres städteübergreifenden Unternehmens“, erklärt Michael Feller, Geschäftsführer Ruhrbahn (Ressort Personal, Markt & Technik) die Bedeutung der Baumaßnahme. „Die Modernisierung der Straßenbahninfrastruktur sowie die Schaffung der Barrierefreiheit im ÖPNV-Netz sind zwei der wesentlichen Handlungsprioritäten der Ruhrbahn am Standort Essen für die nächsten zehn Jahre, die sich aus den formulierten Leitlinien des Nahverkehrsplans ableiten lassen“, so Feller weiter.

Neubau der Betriebswerkstatt

Im Zeitraum von Februar 2018 bis zur ersten Jahreshälfte 2021 entsteht auf der ehemaligen Parkplatzfläche auf dem Ruhrbahn-Betriebsgelände an der Goldschmidtstraße ein neues Werkstattgebäude. Auf circa 4.000 m² Grundfläche und einem Volumen von 35.000 m³ entstehen modern ausgestattete Werkstattarbeitsplätze für rund 30 Mitarbeiter. Kernstück der Betriebswerkstatt wird neben Dacharbeitsbühnen, Arbeitsgruben und Krananlagen die Unterflurdrehmaschine sein; diese befindet sich aktuell noch am Standort Mülheim. Die neue Betriebswerkstatt wird 90 Meter lang und 42 Meter breit sein. Auf sechs Gleisen können die Straßenbahnen zukünftig rein- und rausgefahren werden. An insgesamt zehn Arbeitsplätzen können die rund 90 Essener Straßenbahnen gewartet, repariert und gereinigt werden. „Die neue Betriebswerkstatt bietet zukünftig so viel Platz, dass auch länger dauernde Reparaturen parallel zum Normalbetrieb der Werkstatt erfolgen können. Außerdem bietet sie auch genügend Kapazität für eine möglicherweise wachsende Fahrzeugflotte in der Zukunft“, erklärt Martin Dreps, Leiter Fahrzeugtechnik. „Mit der Unterflurdrehmaschine werden demnächst sowohl die Essener als auch die Mülheimer Straßenbahnen zentral in der neuen Betriebswerkstatt bearbeitet. Die generelle Wartung, Reparatur und Reinigung der Mülheimer Fahrzeuge verbleibt in Mülheim“, so Dreps weiter.

„Wir freuen uns, dass wir den Mitarbeitern bald eine moderne Arbeitsumgebung bieten können, die sie bei der Erledigung ihrer technisch anspruchsvollen Aufgaben bestmöglich unterstützt. Bauartbedingt befindet sich bei Niederflurfahrzeugen die meiste Technik auf dem Dach, so dass die vorgesehenen Arbeitsbühnen die Instandsetzungsarbeiten erleichtern. Hierdurch können die betrieblichen Abläufe optimiert werden, was nachweislich zu wirtschaftlichen Verbesserungen führt“, so Hermann Dumke, Leiter Infrastruktur & Bauwerke.

Bei der Bauausführung werden die seit Mai 2014 geltenden Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) berücksichtigt: Die Westfassade zur Goldschmidtstraße wird mit großflächigen Glas- und Grünfassadenelementen ausgestattet. Hierdurch erfolgt eine nahtlose Einbindung des Gebäudes in den stadtteilübergreifenden Grüngürtel. Besondere Herausforderung für alle Beteiligten: der Neubau der Betriebswerkstatt muss unter laufendem Betrieb erfolgen. Insgesamt arbeiten auf dem Betriebshof Stadtmitte über 700 Mitarbeiter, davon rund 80 in den Werkstätten (Bus und Straßenbahn), der Rest im Fahrbetrieb. Die Baukosten betragen circa 8 Millionen Euro; finanziert wird die Baumaßnahme aus eigenen Mitteln.