NaturLinie 105 geht an den Start

Stadtnatur in Essen mit der Straßenbahn entdecken

04.07.2014 | 13:57

Blick nach vorne in Richtung Natur: Klaus Falke, EVAG-Projektleiter Naturlinie 105, Simone Raskob, Umweltdezernentin Stadt Essen, Michael Feller, Vorstandsvorsitzender EVAG, Wolfgang Weber, Aufsichtsratsvorsitzender EVAG

Die Straßenbahnlinie 105 pendelt zwischen dem Emscher- und dem Ruhrtal und durchfährt die ganze Stadt von Frintrop bis nach Rellinghausen. Damit eignet sie sich besonders gut, die Stadtnatur in Essen mit der Tram zu entdecken. Nach dem Vorbild der KulturLinie 107, die inzwischen bis über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, hat die Essener Verkehrs-AG (EVAG) nun die NaturLinie 105 entwickelt. Warum? Essen ist eine Stadt, die Natur und Kultur vereint und dies an vielen guten Beispielen dokumentieren kann: 2,6 Millionen Bäume, ein Weltkulturerbe, europäische Kulturhauptstadt 2010, Finalist Grüne Hauptstadt Europas 2016, bedeutende Architektur von Aalto bis Zollverein, eine Gartenvorstadt von europäischem Rang, ein architektonisch bedeutender Dom mit wertvollem Domschatz.

Täglich 21.000 Fahrgäste auf der 20 km langen Strecke

An der NaturLinie 105 lässt sich die durchgrünte Stadt eindrucksvoll erleben: Auf ihrer etwa 20 Kilometer langen Strecke befinden sich idyllische Grüntäler mit kleinen Bächen wie zum Beispiel das Hexbachtal, parkähnliche Friedhöfe, durchgrünte Wohnsiedlungen wie im Moltkeviertel und der Hirtsiefer-Siedlung sowie Naturschutzgebiete und Wälder.

„Die NaturLinie 105 belegt anschaulich den Wandel Essens von der Industrie- hin zu einer lebenswerten Stadt mit viel Natur – nicht umsonst ist Essen die drittgrünste Stadt Deutschlands. Wir möchten die Themenfelder der Stadtentwicklung und des Nahverkehrs enger miteinander verknüpfen. Wir wollen, dass der Nahverkehr das Rückgrat der Stadtentwicklung wird, dass er den Bürgern und Gästen dieser Stadt ein unverzichtbarer Partner im Alltag und in der Freizeit wird und sich dabei einfach und komfortabel erschließt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Michael Feller.

Zwei Linien, die sich ergänzen

Dass Essen grün ist, das beweist auch die Bewerbung Essens zur Grünen Hauptstadt Europas 2016. „Die NaturLinie 105 war ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung zur European Green Capital 2016. Dass es nun, neben der beliebten KulturLinie 107, eine NaturLinie 105 gibt, begrüße ich sehr“, erklärt Umweltdezernentin Simone Raskob.

„Mich hat die Idee, eine NaturLinie in Essen zu etablieren, von Anfang an begeistert. Persönlich freut es mich als Altendorfer besonders, dass der Stadtteil Altendorf dadurch weitere Aufwertung erfährt und deutlich wird, wieviel Natur und Erholungsmöglichkeiten hier zu finden sind“, erklärt der EVAG-Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Weber. 

Mit den beiden veredelten Linien NaturLinie 105 und KulturLinie 107, die sich inhaltlich ergänzen, kann sich die Stadt Essen jetzt ihren Bürgern und Gästen präsentieren. Damit verbessert die EVAG nicht nur ihr eigenes Image, sondern auch das Image der Stadt.

Umfangreiche Informationen zu den ausgewählten Naturorten – mit Fotos, Karten und Beschreibungen – sowie GPS-Naturspaziergänge liefert die Website www.naturlinie105.de. Tour de Ruhr bietet am 31. August eine erste geführte Tour auf der NaturLinie 105 an – die Sonderfahrt findet in einer historischen Straßenbahn statt.   

Mehr Infos unter: www.naturlinie105.de