Moderne Arbeitsplätze für rund 100 Mitarbeiter

Grundstein für neue Radsatzhalle ist gelegt

15.07.2011 | 15:33

Klaus-Peter Wandelenus (Vorstand EVAG) und Wolfgang Weber (Aufsichtsratsvorsitzender EVAG) füllen die Urne mit aktuellen Tageszeitungen, dem Essener Liniennetz, Bauplänen und mehr.

Im Jahr 2006 wurde ein Konzept für den zukunftsorientierten Aus- und Umbau des Betriebshofes Schweriner Straße verabschiedet; die erste Baustufe startete 2008 mit dem Neubau der Kombi-Werkstatt. Zur Halbzeit der Baumaßnahmen wurde Anfang Juli mit dem Neubau der Radsatzhalle begonnen. Auf drei Ebenen mit insgesamt 5.000 qm Nutzfläche entstehen in unmittelbarer Nähe zur Hauptwerkstatt modern ausgestattete Werkstattarbeitsplätze für rund 100 Mitarbeiter. 

Im Erdgeschoss der neuen Radsatzhalle werden vier Arbeitsstände gebaut. Auf 130 Meter Gleisen entsteht Platz für insgesamt vier Bahnen. Während ein Gleis für die Grundreinigung der Fahrzeuginnenräume sowie die Fehlersuche genutzt werden soll, wird auf dem anderen Gleis die mobile Radsatzdrehmaschine MOBITURN zum Einsatz kommen. 

Im Obergeschoss der Radsatzhalle entsteht ein zentrales Lager für Schienenfahrzeugteile mit einer eigenen Anlieferzone. Aufgrund der Größe des neuen Lagers kann die Hauptwerkstatt demnächst schneller beliefert werden, auf die Zwischenlagerung von Teilen kann dann verzichtet werden. Die räumliche Nähe zwischen Radsatzhalle und Hauptwerkstatt sowie zwei Verbindungsbrücken ermöglichen zukünftig einen reibungslosen Arbeitsablauf mit einem erhöhten Fahrzeugdurchsatz. Ebenfalls im Obergeschoss wird die Ausbildungswerkstatt ihr neues Zuhause finden. An modernen Arbeitstischen und multimedial ausgestatteten Schulungsräumen kann der Werkstattnachwuchs so modern und qualifiziert ausgebildet werden.

Die neue Radsatzhalle wird die alte aus dem Jahr 1975 stammende Halle ersetzen. Sie soll Ende 2012 in Betrieb gehen. Besondere Herausforderung für alle Beteiligten: der Neubau der Halle muss unter laufendem Betrieb erfolgen.

Werden alle geplanten Baustufen des Aus- und Umbaus des Betriebshofes Schweriner Straße realisiert, investiert die Essener-Verkehrs-AG an diesem Standort rund 30 Millionen Euro, davon entfallen 5 Millionen Euro auf den Neubau der Radsatzhalle. Mit Ausnahme einer Förderung in Höhe von 390.000 Euro durch die Emschergenossenschaft muss die Finanzierung der gesamten Baumaßnahme vollständig aus eigenen Mitteln erfolgen.