Modellstadt Essen hat Fahrt aufgenommen

Ruhrbahn baut neue Abstellfläche für 30 Busse

06.03.2019 | 14:40

Neue Abstellfläche für 30 Busse an der Frohnhauser Straße 95

Das vom Bund geförderte Projekt zur Luftreinhaltung („Modellstadt Essen“) hat Fahrt aufgenommen: Der Verkauf der vergünstigten Tickets ist Ende 2018 erfolgreich gestartet; die für die Angebotsausweitung ab dem Fahrplanwechsel im Juni benötigten Fahrer sind eingestellt und die zusätzlichen Busse bestellt. Seit Ende Dezember ist auch der Vertrag für die benötigte neue Abstellfläche unterzeichnet. Gemeinsam mit der Stadt werden parallel die weiteren, notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen geplant und umgesetzt. 

Bei fünf Buslinien (SB15, 146, 160/161, 169 und 170) sowie einer Straßenbahnlinie (103) wird zum Fahrplanwechsel im Juni 2019 der Takt in der Hauptverkehrszeit von zehn Minuten auf fünf Minuten erhöht. Hierdurch steigert sich die jährliche Fahrleistung, so dass die Ruhrbahn in der Folge mehr Fahrzeuge und mehr Fahrer benötigt. Da die bestehenden Betriebshöfe bereits ihre Kapazitätsgrenzen bei den Abstellflächen erreicht haben, wurde eine neue, weitere Abstellmöglichkeit für die zusätzlichen Busse gesucht und gefunden.

Neue Abstellfläche für 30 Busse
Die neue Abstellfläche für rund 30 Busse wird auf dem 46.000 Quadratmeter großen und zweistufigen Grundstück an der Frohnhauser Straße 95 entstehen. Bekannt als ehemaliges Krupp-Gelände, hatte zuletzt nur noch ein Getränkemarkt auf der unteren Ebene seinen Standort. Mittlerweile befindet sich das Gelände im Eigentum der Thelen-Gruppe, die aktuell auch das Bauprojekt „Essen 51“ plant und durchführt. „Wir haben bei der Suche nach einem kurzfristig verfügbaren und geeigneten Grundstück mit der Thelen-Gruppe einen engagierten und verlässlichen Partner gefunden und konnten im Dezember 2018 einen zeitlich befristeten Mietvertrag unterzeichnen“, so Hermann Dumke, Bereichsleiter Infrastruktur & Bauwerke der Ruhrbahn. „Die Arbeiten auf dem brachliegenden Gelände sind bereits in vollem Gange und sollen in  2019 abgeschlossen sein“, so Dumke weiter. Auf der unteren Ebene entsteht zunächst die kurzfristig erforderliche reine Abstellfläche für 30 Busse. Eine weitere Betriebsfläche mit Behandlungsoptionen der Fahrzeuge wird später auf der deutlich größeren oberen Ebene entstehen. Hier lässt sich zukünftig ebenso die erforderliche Infrastruktur mit Sozialräumen, Büro, Busbetankung und -wäsche sowie Bewachung realisieren. 

Erforderliche weitere Infrastrukturmaßnahmen
Neben der Einrichtung einer Abstellfläche für die zusätzlichen Busse müssen für die Angebotsausweitung einige Haltestellen im Stadtgebiet ausgebaut werden. Das zuständige Amt für Straßen und Verkehr der Stadt Essen plant Maßnahmen an vier Haltestellen. So wird an der Haltestelle Essen Hbf der Bussteig 10 zunächst kurzfristig für die Nutzung der Busrampen ertüchtigt, um die Haltestelle dann bis zum Frühjahr 2020 barrierefrei auszubauen. An den Haltestellen Heidhauser Platz, Schölerpad und im Bereich Borbeck Bf werden zusätzliche Halte- bzw. Pausenplätze eingerichtet. „Die Vorbereitungen laufen. Wir sind zuversichtlich, alle Baumaßnahmen pünktlich zum Fahrplanwechsel im Juni abschließen zu können“, erklärt Andreas Demny, Abteilungsleiter Amt für Straßen und Verkehr.