Elektro versus Diesel - Machbar oder nicht?

Machbarkeitsstudie für die Busflotten von EVAG und MVG ist in Auftrag gegeben

31.01.2017 | 14:14

Elektro versus Diesel - Machbar oder nicht – diese Frage wird die Machbarkeitsstudie „Zero Emission“ beantworten. Die Studie wurde nun beauftragt, mit dem Ziel, einen Weg zu erarbeiten, die Busflotten in Essen und Mülheim an der Ruhr mittelfristig emissionsfrei fahren zu lassen. Die Ergebnisse sollen im Rahmen „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ im 3. Quartal 2017 vorgestellt werden.

Beauftragt wurde die Firma ebusplan aus Aachen – (www.ebusplan.com) die nun in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten aus den verschiedenen Fachbereichen von EVAG und MVG die Inhalte erarbeiten wird.

Worum geht es:

Ziel der Studie ist die Darstellung eines möglichen Umstiegs vom Dieselbussystem zu zukunftsorientierten, umwelt- und klimafreundlichen, innovativen Bus-Antriebstechnologien. Wie z.B. Elektrobussen mit Batterie- oder Brennstoffzellen-Technologie. Dem voran steht die Entwicklung eines auf die vorhandene Topografie des Bedienungsgebietes Städte Essen und Mülheim a. d. Ruhr abgestimmten Konzeptes für einen Umstieg – inklusive Empfehlung und Umsetzungsplan. Ebenso aufgezeigt werden müssen die Potenziale von Elektrobussen mit Batterie- und Brennstoffzellen-Technologie im Vergleich zum bisherigen Referenzsystems Dieselbus EURO VI.

Dazu müssen die bestehenden fahrplanerischen Rahmenbedingungen, die technische Machbarkeit sowie die speziellen Anforderungen eines wirtschaftlichen und umweltgerechten Energiemanagements von regenerativ erzeugter Antriebsenergie berücksichtigt werden.

Belastbare Entscheidungsgrundlage:

„In zahlreichen Städten Deutschlands fahren sie bereits testweise, vielleicht auch bald in Essen und Mülheim an der Ruhr“, Uwe Bonan und Michael Feller, Vorstände der Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft und Geschäftsführer der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH treiben das innovative Projekt nach vorne. „In Essen sollte der Geist der Europäischen Grünen Hauptstadt 2017 nachhaltig spürbar bleiben, wenn die Studie einen Testbetrieb empfehlen sollte“, so Michael Feller. „Für Mülheim wäre es“, nach Auffassung von Uwe Bonan, „ein wichtiges Signal und ein positiver Beitrag im Hinblick auf den vom Rat beschlossenen energetischen Stadtentwicklungsplan.“

Die Studie „Zero Emission“ soll eine belastbare Entscheidungsgrundlage für den Weg der beiden Unternehmen in eine neue Antriebstechnologie sein.

Die Busflotten:

Die MVG-Busflotte besteht aus 50 Bussen: 22 Gelenkzüge, 28 Solo-Busse.

Die EVAG-Busflotte besteht aus 186 Bussen: 115 Gelenkzüge  und 71 Solo-Busse.