Die EVAG mag es bunt

U-Bahn-Station Bismarckplatz wurde neugestaltet

30.01.2012 | 11:46

Ob „Skyline bei Nacht“, „Durchbrochene Mauer mit Ausblick“ oder „Kohlenschacht mit Lore“

Was lange währt, wird endlich gut. Ausgesprochen gut sogar, wenn man die farbigen Motive an den einst tristen Wänden der U-Bahn-Station Bismarckplatz mal genauer inspiziert. An fünf Seitenwänden der U-Bahn-Station hat das Künstler-Trio „Farbwandel“ mit Hilfe von Farben, Spraydosen und Schablonen regionale Motive an die Wand gezaubert. Ob „Skyline bei Nacht“, „Durchbrochene Mauer mit Ausblick“ oder „Kohlenschacht mit Lore“ – diese und zwei weitere Motive sorgen für Abwechslung an der Haltestelle.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis dass die Jungs von „Farbwandel“ ihren äußerst kreativen Job beenden konnten. Kunst ist eben nicht im Zeitraffer-Tempo umzusetzen. Gesponsert wurde das Vorhaben von ortsansässigen Firmen, die ihre Büros in der Nähe der U-Bahn-Station haben. Auch die Essener Verkehrs-AG (EVAG) ist mit den Motiven sehr zufrieden. „Die Graffiti spiegeln die typischen Themen der Region sehr schön wider und erhöhen die Aufenthaltsqualität an der Haltestelle ungemein“, ist sich EVAG-Pressesprecher Olaf Frei sicher.

Auch von den Fahrgästen wird die „Kunst im Bahnhof“ positiv zur Kenntnis genommen. „Vor der Umgestaltung zeichnete sich die Haltestelle in erster Linie durch Langeweile aus. Aber die coolen Motive bringen richtig Farbe in den Nahverkehr, ich freue mich darüber“, so EVAG-Fahrgast Alice Welp. Angst vor Schmierereien an den neu gestalteten Wänden hat die EVAG indes nicht. Es gilt in der Graffiti-Szene als ungeschriebenes Gesetz, die Kunstwerke eines anderen Künstlers in keiner Weise zu manipulieren. So macht Nahverkehr Spaß!