43 neue Fahrtreppen für Via

Förderbescheide mit Zuwendungen von ca. 17 Mio. Euro

13.06.2012 | 11:47

Alle Bescheide sind Bestandteil des VRR-Modernisierungs-Programmes, welches der Verbund im Jahr 2011 aufgelegt und in den Förderkatalog nach § 12 ÖPNVG NRW aufgenommen hat. Hiernach erhalten die lokalen Verkehrsunternehmen BOGESTRA, DSW21 und die Via Verkehrsgesellschaft mbH  sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf insgesamt knapp 17 Millionen Euro für die Modernisierung von 88 Fahrtreppen und 16 Aufzügen. 

Online-Auskunft zur Verfügbarkeit
Wesentlich für die Förderung dieser modernen Anlagen ist, dass deren Betriebszustand zukünftig in die elektronische Fahrplanauskunft EFA eingespielt wird. Je nach Umsetzung der Modernisierung können die Fahrgäste voraussichtlich ab 2013 oder 2014 für diese Anlagen im Vorfeld der Reise die Funktionsfähigkeit abfragen und ihre Reiseroute entsprechend planen. 
(Stand heute: Angebot Barrierefreiheit)

43 "Langsamläufer" für Via 
In Via werden insgesamt 43 Fahrtreppen im Zeitraum von 2012 bis 2014 modernisiert und an die heutigen und oben beschriebenen technischen Möglichkeiten angepasst. Durch die Modernisierung der Fahrtreppen erhalten insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen einen verbesserten Zugang zum Nahverkehr. Die Fahrtreppen neuester Bauart werden sogenannte „Langsamläufer" besitzen. Dadurch wird verhindert, dass die Fahrtreppen ruckartig starten – zukünftig werden diese aus dem Stand mit einem sanften Anlauf beschleunigt. Die Barrierewirkung wird dadurch erheblich abgebaut und der Kreis der Nutzer erweitert. Weiterhin werden die Fahrtreppen mit einer optischen Signalanlage und einer Schaltung für eine Fahrtrichtungsänderung ausgestattet sein. So kann bei Bedarf die Fahrtrichtung der Fahrtreppen geändert werden, damit die Kunden die Stadtbahnanlagen besser erreichen oder verlassen können. 

Mülheim a.d.R: 
25 Fahrtreppen im Mülheimer U-Bahnnetz in den Bahnhöfen Christianstraße, Eichbaum, Gracht, Heißen Kirche, Humboldtring, Mühlenfeld, Hauptbahnhof, Von-Bock-Straße und Aktienstraße mit ca. 5,7 Millionen Euro Gesamtkosten und ca. 4,8 Millionen Euro Zuwendungen bei einem Fördersatz von 85 Prozent. Der verbleibende Eigenanteil von etwa 850.000 Euro wird von der MVG beigesteuert.

Duisburg: 
Vier Fahrtreppen auf dem Linienzug der U79 in den Bahnhöfen Münchener Straße und Sittartsberg mit ca. 0,9 Millionen Euro Gesamtkosten und ca. 0,6 Millionen Euro Zuwendungen bei einem Fördersatz von 85 Prozent. Der verbleibende Eigenanteil von etwa 310.000 Euro wird von der DVG getragen.

Essen: 
14 Fahrtreppen in einem zweiten Bauabschnitt im Essener U-Bahnnetz in den Bahnhöfen Rüttenscheider Stern, Martinstraße und Florastraße auf der Strecke zwischen Essen Hauptbahnhof und Essen-Bredeney. Für diesen Bauabschnitt belaufen sich die Kosten auf insgesamt ca. 2,2 Millionen Euro. Da die Förderung hier mit einem Fördersatz von 75 Prozent erfolgt, erhält die EVAG ca. 1,6 Millionen Euro an Fördergeldern. Der verbleibende Eigenanteil von ca. 540.000 Euro wird von der EVAG aufgebracht.